Soziale Medien machen auch – und mancher mag sagen gerade – vor Kirchentüren und Pfarrhäusern nicht halt. Einige sind dabei noch zögerlich, andere zeigen bereits, wie’s gehen kann. Zum Beispiel Stefan Felmy, ein Pfarrer und Religionslehrer in der Diaspora, der über Facebook mit seiner Gemeinde und seinen Schülerinnen und Schülern in regelmäßigem Kontakt steht.
Sein Profil hat er unter dem Namen McPeace De angelegt – so kennt man ihn und die Friedenskirche im brandenburgischen Markgrafpieske. Damit macht Stefan Felmy deutlich, dass er nicht als Privatperson bei Facebook ist, unterschreibt seine Statusmeldungen allerdings mit seinem richtigen Namen, schließlich steht er hinter dem Angebot.
Stefan Felmy hat ein paar Regeln aufgestellt für alle, die auf seiner Pinnwand posten oder sich in den von ihm eingerichteten Gruppen (sehr schön: die Markgrafpiesker Postkutsche zur Organisation von Mitfahrgelegenheiten) unterhalten möchten. Die oberste lautet: Gegenseitiger Respekt. Gerade für Jugendliche wichtig, jedoch längst nicht selbstverständlich. Bisher halten sich alle daran. Es funktioniert, weil es für alle passt.
Mit den „Markgrafpiesker Nachtgedanken“ veröffentlicht Stefan Felmy regelmäßig Nachdenkenswertes auf seiner Pinnwand. Dies können Zitate von bekannten Persönlichkeiten sein, aber auch eigene Gedanken zum Tag, der hinter ihm liegt. Sie können einen ernsten Hintergrund haben oder amüsant sein. Und wer mal ein offenes Ohr braucht, der kann die Chatfunktion nutzen. Ein von Stefan Felmy gesandter Sonnenstrahl ist dann schon mal gewiss.
Im Web 1.0 findet man Stefan Felmy und die Friedenskirche natürlich auch: www.ekkfs.de/markgrafpieske





